Meine Ziele für Herzogenrath-Mitte

Nach dem Integriertem Handlungskonzept in Mitte hat sich viel getan. Das Bordinghaus in der Bahnhofstraße ist fertig geworden, der Neubau in der Alsdorfer Straße ist fertig auf dem Gelände der Villa Debetz, das Kontraareal wird abgerissen und neu errichtet, im Bereich des Deutschen Hauses entsteht ebenfalls ein gewaltiger Neubaukomplex, wir haben das alte Debetzgebäude und das Areal gegenüber des Hotels zur Brücke erworben und die neue Uferpromenade bis zum Friedhof in der Eygelshovener Straße ist in der Planung weit vorangeschritten. Die städtebaulichen Maßnahmen vor Sankt Marien, die Barrierefreiheit garantieren sollen, sind begonnen und die Attraktivierung des Ferdinand- Schmetz-Platzes ist ebenfalls eingeleitet. All dies zeigt, dass wir als Rat gewillt sind, Herzogenrath ein neues Gesicht zu geben, aber dies alleine genügt noch nicht. Es gibt wesentliche Bereiche, die ich anpacken werde:

Mitte spürbar machen

Der Ortsteil Herzogenrath bildet die Mitte unserer schönen Heimatstadt. Diese Mitte muss spürbar sein, denn vor allem Bahnreisende nehmen hier einen Eindruck unserer Heimatstadt mit. Das, was man mit der Bahn derzeitig wahrnimmt, sind Baustellen entlang der Bicherouxstraße in einem Gebiet, was wir längst entwickelt haben wollten. Deshalb hat die Aufwertung des Areals von Vetrotex und die Besiedelung mit Gewerbe nun oberste Priorität, um auch Arbeitsplätze in Mitte zu schaffen.

Schmetz Gelände

Die Nadelfabrik Schmetz stellt 2021 endgültig die Produktion ein. In enger Abstimmung mit der Familie Schmetz, die mit vollem Einsatz dabei ist, das Gelände anzupacken, müssen die Planungen vorangetrieben werden, um den alten und lange sehr erfolgreichen Industriestandort nachhaltig in ein vernünftiges Konzept mit einzubinden.

Gestaltungssatzung

Wir müssen Punkte der Gestaltungssatzung auf den Prüfstand stellen und überlegen, wie sinnvoll manche Formulierungen sind und wie sie städtebauliche Entwicklung beeinflussen.

Parkraumkonzept

Herzogenrath Mitte braucht dringend ein optimiertes Parkraumkonzept, wie von mir im Umwelt- und Planungsausschuss schon eingefordert! Es bringt nichts überall neu zu bauen und Menschen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ohne sich konsequent darüber Gedanken zu machen, wo die neuen Bewohner parken können. Auch der Einzelhandel braucht Parkraum, um weiter zu existieren. Mobilität wird ein zentrales Thema bleiben. Wir müssen beim Parkraumkonzept auch den P&R am Hauptbahnhof und den Parkplatz Bergerstraße mit einbinden, um unseren Bürgerinnen und Bürgern hier zu helfen, die dringend Parkraum im Zentrum benötigen.

Ferdinand-Schmetz-Platz

Der Ferdinand-Schmetz Platz hat enormes Potenzial! Die Bürgerforen zum Integrierten Handlungskonzept haben gezeigt, dass der Markt vor allem auch gastronomisch aufgewertet werden muss, um eine attraktive Begegnungsstätte zu schaffen.

Einzelhandel

Der Einzelhandel und seine Perspektiven – insbesondere entlang der Kleikstraße und Apolloniastraße hat ein massives Problem. Im Dialog mit den Menschen aus Herzogenrath möchte ich dies ändern, indem klar erarbeitet wird, welche Angebote sich die Menschen vor Ort eigentlich noch wünschen. Dabei lege ich großen Wert darauf, dass alle Alters- und Zielgruppen in den Dialog eingebunden werden. Wohltat e.V. hat eine tolle Idee den Leerstand mit Pop-up-Läden zu beseitigen, d.h. Kurzmieter übernehmen vorübergehend leerstehende Gebäudeteile. Nutzen wir diesen kreativen Ideenreichtum!

Tourismusförderung

Tourismusanbindung durch gemeinsame Wanderrouten entlang der Wurm mit Übach-Palenberg und den niederländischen Nachbarn sollen Kaufkraft in die Stadt bringen, was aber nur dann funktioniert, wenn auch eine vernünftige gastronomische Infrastruktur vorhanden ist. Herzogenrath-Mitte hat gerade touristisch massives Entwicklungspotential. Unsere Natur mit Wurm- und Broichbachtal ist einzigartig! Wir müssen endlich aufhören uns selbst kleiner zu machen, als wir sind. Süd-Limburg ist eines der beliebtesten Urlaubsgebiete der gesamten Niederlande. Denken wir als Eurode! Kerkrade hat uns vorgemacht, wie man aktiv gestaltet. Wieso bringen wir nicht mehr Übernachtungsgäste in die Stadt und schaffen für sie den Raum? Haben wir doch den Mut Dinge anzupacken!

Sportvereine

Herzogenraths Sportvereine sind Leistungsträger unserer Stadt! Ich will mit ihnen gemeinsam einen runden Tisch installieren, um Themen wie Sportinfrastruktur (insbesondere das Hallenbad Mitte), Förderung der Jugend, Vernetzung von Grundschulen / OGS und Vereinen sowie Ausbau der Sportangebote für die ältere Generation ausreichend Raum zu geben, damit wir die Rahmenbedingungen für Vereine, Ehrenamt und Sport gemeinsam nachhaltig verbessern können. Im Bereich des Gymnasiums Herzogenrath möchte ich den Sportplatz zur zentralen Leichtathletikanlage im Stadtgebiet machen. Die Hallennutzungsgebühren und die Vergabe von Hallenzeiten und Veranstaltungsräumen sind evidente Probleme vieler Herzogenrather Vereine. Hier müssen wir dringend zu effizienteren Lösungen kommen. Ein Ansprechpartner für alle Vereinstätigkeiten innerhalb der Verwaltung ist ein zentrales Anliegen, was durch Corona offensichtlich wurde. Genauso muss die Erreichbarkeit von Hausmeistern auch am Wochenende in städtischen Liegenschaften sichergestellt werden.

Grundschule Mitte

Ich will gemeinsam mit der CDU den Schulstandort Herzogenrath stärken und die Regenbogenschule stärken! Das Schulgebäude dient derzeitig als Schulstandort für zwei Schulformen, nämlich einer Förderschule und einer Grundschule. Die Förderschule würde ich gerne in die alte Realschule nach Kohlscheid verlagern und die Grundschule für einen verpflichtenden OGS Betrieb entsprechend vorbereiten. Hierzu gehört auch der Bau einer vernünftigen Mensa und die Sanierung der Toilettenanlagen.

Gymnasium Herzogenrath

Als ehemaliger Schüler des Gymnasiums Herzogenrath bin ich schockiert über den Zustand des Gebäudes. Das Gymnasium Herzogenrath war Referenzobjekt schulischer Bildungspolitik in Herzogenrath und seit Jahren liegen die Decken im Eingangsbereich offen. Teilweise ist Unterricht nur erschwert möglich, wie beispielsweise im Bereich Informatik. Im gesamten Gebäude sind die Mängel so groß, dass die Schule sich zu einem drastischen Hilferuf an die Politik entschieden hat. Dies darf so nicht sein! Wir brauchen grundlegend ein Gebäudemanagement, was solche Zustände dauerhaft verhindert.

Wirtschaftsstandort Mitte

Wir müssen das Gewerbegebiet Bicherouxstraße nun zügig vermarkten und Synergien mit dem Solarpark Merkstein nutzen, um Aninstitute und Forschung nach Herzogenrath zu holen. Dieser Standort kann dabei helfen viele Arbeitsplätze in Herzogenrath dauerhaft zu sichern. Gleiches gilt für Saint Gobain. Der Standort Herzogenrath ist der Traditionsstandort des Unternehmens. Wir sind stolz darauf, dass Saint Gobain hier sein Engineering weltweit vorantreibt. Der Wegfall der Produktionsstätte in Stolberg ist für die Kupferstadt sicherlich ein herber Verlust, den wir bedauern und wo wir mitfühlen, aber wir müssen jetzt dafür sorgen, dass Herzogenrath als Standort nachhaltig gestärkt wird, damit uns nicht in wenigen Jahren ein ähnliches Schicksal droht.

Burg Rode und Historie

Burg Rode hat ein enormes historisches Potential. Viele Herzogenrather kennen mich von Burgführungen und wissen, dass ich die Ausstellung des LVR in den Kellerräumen der Burg massiv mitgestaltet habe. Auch die Ausstattung der Burg mit gestifteten Fenstern durch die Firma Kochs habe ich vor einigen Jahren arrangiert. Derzeitig bekommen wir einen neuen Bodenbelag auf dem Burgturm, gestiftet von der Firma Kerschgens, die meinen Bitten dankenswerter Weise nachkamen. Herzogenrath ist ein Ort, der eine historische Bedeutung hat, wie kaum ein anderer Ort rund um Aachen. Wir haben eine der ältesten Schützengesellschaften Europas, die Sankt Sebastiani Armbrustschützen-Gesellschaft anno 1250. Wir leben Historie und Brauchtum in vielen Bereichen. Wir brauchen endlich ein Gesamtkonzept für die Burg Rode. Nicht social Sofa neben Herzoglimburgstele, Kriegsgräberdenkmal neben Ritterhelm, Hochzeitsbaum neben Folterkammer… Wir müssen so planen, dass wir erkennen, was wir wollen und wohin es gehen soll! Binden wir Jung und Alt in die Überlegungen mit ein und schaffen ein Burgumfeld, was die Bürgerinnen und Bürger gestalten.

Stadtmuseum

Wir brauchen einen Ort, um unsere Geschichte würdig auszustellen und aufzubewahren, damit wir Identität mit unserer geliebten Heimatstadt erreichen. Burg Rode bekommt nun durch meine Initiative endlich einen Aufzug. Ein Heimatmuseum soll ebenfalls eingerichtet werden. Es muss mit allen Mitteln verhindert werden, dass historische Sammlungen das Stadtgebiet verlassen oder schlimmer, vernichtet werden. Deshalb ist das Heimatmuseum, verbunden mit einem Heimatarchiv ein richtiger Ansatz für Gesamtherzogenrath. Wenn wir zurück blicken, dann dürfen wir auf unsere Stadt ruhig stolz sein, denn die Geschichte ist einzigartig. Holen wir sie in die Gegenwart zurück und bieten unseren Touristen etwas davon an.

Stadtteilkonferenzen

Ich möchte regelmäßige Stadtteilkonferenzen in Kohlscheid, Mitte und Merkstein etablieren und die Menschen in Herzogenrath da abholen, wo sie wohnen und leben. Darüber hinaus möchte ich den Service der Stadtverwaltung – insbesondere für die ältere Generation – ein Stück weit zu einem aufsuchenden städtischen Service weiterentwickeln. Dabei schwebt mir vor, bspw. Menschen ab 70 Jahren das Angebot zu machen, dass wir eine Bürgersprechstunde auch bei ihnen zu Hause anbieten und wir ihre Anliegen persönlich „abholen“ – zeitlich individuell auf die Bedürfnisse der Älteren zugeschnitten.

Eine Bitte zum Schluss

Eine ganz große Bitte habe ich an die Menschen in Mitte: Auch wenn es bequem ist, im Internet Waren zu bestellen – unterstützen Sie bitte so gut es geht den lokalen Einzelhandel in Mitte! Er ist das wirtschaftliche Herz und Aushängeschild in Mitte. Geben Sie ihm die Chance, zu zeigen, wie wertvoll er für unseren Alltag ist und sein kann. Ich will keine Stadtteile, in der der Einzelhandel weiter ausblutet, sondern Stadtteile, in denen der Einzelhandel und die Gastronomie eine dauerhafte Perspektive hat, die von uns allen gemeinsam geschaffen wird – und zwar durch unser Einkaufs- und Konsumverhalten.

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